Teil 1 der Gesellenpruefung
1.Vorsitzender Ulrich Mößlang, 2.Vorsitzender Christoph Manz,
Stellvertreter Klaus Böhm         Schriftführer Roland A. Frank

Info zum Teil 1 der gestreckten Gesellenprüfung im Augenoptikerhandwerk in Bayern  

Sie können diesen Teil 1 der Gesellenprüfung auch als einen Baustein bis zum Master sehen. Nach dieser Prüfung haben sie Handschleifen und Löten abgelegt und wird in Ihrer weiterführenden Ausbildung nicht mehr abgefragt oder verlangt.
Das heißt nicht, dass Sie es in Ihrer Laufbahn nicht mehr benötigen. Wenn Sie Auszubildende unterweisen, müssen Sie Ihr erlerntes Wissen vermitteln können.

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
Wir freuen uns, dass Sie an dem Teil 1 der Gesellenprüfung teilnehmen werden.

Wir dürfen Sie auf einige prüfungsrelevante Dinge hinweisen:

Achtung wichtig!

  • Das Mitführen von Mobiltelefonen/Smartphones/Smartwatches oder vergleichbaren Geräten während der Gesellenprüfung (selbst wenn das Gerät ausgeschaltet in der Schultasche liegt) ist nicht gestattet und stellt einen Grund für einen Ausschluss von der Prüfung dar. Deshalb raten wir Ihnen dringend, entsprechende Geräte am Prüfungstag zu Hause zu lassen. Für die Prüflinge, die ihr Mobilgerät trotzdem am Prüfungstag dabei haben, steht ein Container im Prüfungsraum, wo sie dieses unmittelbar nach Betreten des Prüfungsraums und auf eigene Verantwortung (ohne jegliche Haftung der Prüfungskommission) ausgeschaltet ablegen können.
  • In der theoretischen Prüfung dürfen nicht programmierbare Taschenrechner benutzt werden, sofern sie mit einem "Prüfungslabel" versehen sind. Das Prüfungslabel wird im Vorfeld der Prüfung von der Berufsschule oder ersatzweise von der Gesellenprüfungskommission auf dem Taschenrechner angebracht.
  • Die Benutzung von Taschenrechnern ist während der gesamtem praktischen Prüfung nicht zulässig.

Wer gegen diese Regelungen verstößt, muss leider von der Prüfung ausgeschlossen werden, unabhängig davon, ob der Regelverstoß aus Unachtsamkeit, Vergesslichkeit oder mit Vorsatz erfolgt ist. Die entsprechenden Prüfungsteile sind in diesem Fall mit 0 Punkten zu bewerten.

 

Wann sind die Prüfungstermine ?

Teil 1 wird in der Zeit zwischen den Osterferien und den Pfingstferien stattfinden. Es gibt nur einen Termin pro Jahr.

Das Berichtsheft muss zur Anmeldung Prüfung Teil 1
vollständig vorgelegt werden.
Siehe nächsten Block "Einladung und Anmeldeschluss"

Termine für die anstehenden Prüfungen

Sie werden schnellstmöglich eingestellt, sobald die Termine mit den Gremien abgesprochen wurden.

Teil 1  Einteilung Theorie

Teil 1  Einteilung Praktisch

 

   

Einladung und Anmeldeschluss
Einladung zur Prüfung erhalten Sie im November   Anfang des 2. Lehrjahres
Anmeldeschluss 01. Feb. des Jahres der Prüfung

Das Berichtsheft muss zur Anmeldung Prüfung Teil 1
vollständig vorgelegt werden.

Es müssen 12 Berichte für das 1 und 2. Lehrjahr vorgelegt werden.
Über die Pflicht zur Führung von Berichtsheften

Ein Bericht muss über die Übung zur Vorschlaglupe in zweifacher Ausfertigung sein.

Ein Bericht muss über die Übung zur Umschleifübung in eine Metallfassung in zweifacher Ausfertigung sein.

Beide Berichte (Duplikate) sind separat im Berichtsheft vorne einzulegen.

Die Berichte (Duplikate) werden bei der Vorlage eingesammelt und durch die Herren Frank und Mößlang gelesen und ausgewertet.
 

Abgabe der Berichtshefte im Berufsschulblock
zum Anmeldeschluss Teil 1
 

Die Berichtshefte werden  durch Herrn Naumann eingesammelt
siehe unter Einteilung Gesellenprüfung Teil1
und von der Gesellenprüfungskommission auf Richtigkeit überprüft.

Dem Berichtsheft ist ein stabiler, adressierter und ausreichend frankierter DIN-A 4 Umschlag für den Rückversand beizulegen.

Die Anmeldebestätigung, Zulassung / Nichtzulassung kommt mit der Post von der Geschäftsstelle.

Bei fehlerhaften Einträgen wird keine Zulassung erteilt. 
§9 der Prüfungsordnung
Die berichtigten Berichtshefte müssen komplettiert zur Innung (Regensburg) zur neuerlichen Überprüfung gesendet werden.
Kein ordnungsgemäßes Berichtsheft  = keine Zulassung

   Da hilft dann auch kein Jammern, Sie wurden über die Sachlage ausführlich informiert.

 

 

Anmeldung

§ 14/4 der Gesellenprüfungsordnung "Die Prüfungssprache ist Deutsch"

1. Der Ausbildende (Lehrbetrieb) ist für die Anmeldung verantwortlich.
    Sie sollten zur Sicherheit die Anmeldung selbst ausfüllen und sie zur
    Unterschrift dem Ausbilder vorlegen. Der Versand mit "Einschreiben
    Rückschein" ist sinnvoll und gibt Ihnen Sicherheit für die rechtzeitige
    Zustellung in der Geschäftsstelle.
    Das Anmeldeformular ist von unseren Seiten runter zu laden.

2. Es muss eine Anmeldung mit Stempel und Unterschriften und die Freigabe
    des Berichtshefts durch die Prüfungskommission vorliegen.
   

 

 

Ist eine verspätete Anmeldung möglich?

Grundsätzlich nein,
das Anmeldedatum ist jedem bekannt und hat verbindlichen Charakter.

Ausnahmen können in besonderen Fällen gemacht werden, wenn sie den Ablauf der Prüfung nicht behindern und Plätze an den Prüfungstagen frei sind.

Es wird eine Gebühr in Rechnung gestellt.

Ein Anspruch auf verspätete Zulassung besteht nicht.

Nicht zur Prüfung angemeldet = Note 6 und 0 Punkte in Teil 1

 

 

Anmeldung nicht vollständig

Sollte Ihre Anmeldung nicht vollständig sein, oder das Berichtsheft unvollständig, werden sie bis zur Beibringung nicht zugelassen.

Das gilt auch für die in Deutsch verfassten, handgeschriebenen Berichte für 2 Jahre = 12 Berichte.

 

Wo und wie muss ich mich anmelden?

In der Geschäftsstelle der Augenoptikerinnung München-Oberbayern

Augenoptikerinnung München-Oberbayern

Dechbettenerstr. 36
93049 Regensburg

Auf dem Anmeldeformular mit allen Unterschriften und Firmenstempel

Externe geben bei Ausbildungsbetrieb Ihre eigene Adresse an

 

 

Atteste von Krankheiten oder körperlichen Einschränkungen sind im Original beizulegen und müssen speziell für die Gesellenprüfung im Augenoptikerhandwerk ausgestellt sein.

Ein altes Attest für die Berufschule ist nicht zugelassen und unterliegt dem Datenschutz.


 

Adress- oder Namensänderung

sind bei der Augenoptikerinnung und dem Prüfungsvorsitzendem unverzüglich mit Mail anzuzeigen

Augenoptikerinnung + Mößlang Ulrich

Wir haben auf die geänderten Schuldaten die Sie veranlasst haben keinen Zugriff.

Warum so viele Adressaufkleber

1. Sie benötigen einige für Ihre Prüfungsblätter
2. Einen für etwaige Adressänderungen zum Abgeben
3. Einen für Sie ganz persönlich, auf dass Sie sich an die Prüfungsnummer
    erinnern, die Sie spätestens zur Abfrage Ihrer Prüfungsergebnisse
    benötigen.
    Am Besten kleben Sie ihn auf die Rückseite des Taschenrechners.

 

 

Kann ich meinen Prüfungstag ändern?

Nein das ist nicht möglich, auch nicht die Zeiteinteilung

Egal welche Ausrede, der Prüfungstag und Zeitraum ist lange genug bekannt.

Auch die Ausrede mit dem Prüfungswerkzeug gilt nicht. Es sind nur ein paar grundlegende Werkzeuge notwendig, wie eine eigene Feile, Säge oder Schraubendreher, die sie sich über die einschlägigen Firmen selbst beschaffen können. Wurde in dem Vorbereitungsgespräch behandelt.

 

Was passiert wenn ich zur Prüfung zu spät komme?

Sie können sofort mit der praktischen Arbeit oder der theoretischen Prüfung beginnen.
Eine Belehrung wird notwendig sein und geht von Ihrer verbliebenen Arbeitszeit ab
Die Abgabezeit der Arbeit steht fest und wird eingehalten.
Sie bekommen auf keinen Fall eine zeitliche Verlängerung, egal was Ihr zu spät kommen ausgelöst hat.
Es ist tragisch, ist aber so festgelegt.

Tragen Sie dafür Sorge, dass sie bei jeder Witterung und jeder Verkehrslage, egal mit welchem Verkehrsmittel pünktlichst vor Ihrem Arbeitsraum sind.


 

Vorbereitung zur praktischen Prüfung Teil 1

Sie sollten den Teil 1 der Gesellenprüfung nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Er zählt mit 30% zur Gesellenprüfung und eine Note 5 (Punkte) zieht sie in der Gesellenprüfung weit nach unten, gar mit einer Note 6  kann nur noch eine Note 3 erreicht werden.
Üben, üben und nochmals üben ist angesagt.
Jeden Tag eine Fassung einschleifen und jeden Tag muss das Löten geübt werden, ebenso das Anpassen der Teile untereinander für den
so oder so ähnlich Lupenvorhalter.  Fotos zum Lupenvorhalter
Wir haben ihnen in unseren Informationen alles beschrieben was sie fertigen müssen, jetzt liegt es an Ihnen den Weg zu ebnen.

Ausreden gibt es nicht, es liegt alles in Ihrer Hand.

Es liegen genügend 3.Weltbrillen in einem Karton, die sie für Einschleifübungen verwenden können. Die Gläser gibt es bei Ihrem Glaslieferanten als Ausschussgläser oder gleich in der richtigen Stärke als normale Bestellung.
Am Anfang sollten sich auch an den alten Brillen die Lötvorgänge üben (erstes Lehrjahr), ablöten auf Passung bringen und wieder mit der richtigen Lotmenge anlöten.
Später können Sie beim LIV-Bayern Neumaterial besorgen und die letzten Feinheiten einüben, das ist auch für nicht Innungsmitglieder möglich.

Sicher kann in der Prüfung einiges schief laufen, aber durch die vielen Übungen werden Sie in der Lage sein, alle leichten Fehler und Unschönheiten auszubessern oder zu beseitigen. Dabei kann Ihnen sicher der Ausbilder helfen.
Übung macht den Gesellen und ist ein guter Start für Teil 2.

Da Sie an unserer Informationsveranstaltung teilgenommen haben, sind Ihnen die Arbeitsschritte geläufig und können bei Ihren Übungen eigene Vorgehensweisen entwickeln die Ihnen unter Umständen die Arbeit noch mehr erleichtern.

Prüfungsvorbereitung für Auszubildende
Angebot an Lötsätzen für Teil 1

Nachdem wir viele Anfragen von Auszubildenden und Lehrbetriebe für Lötsätze zur aktuellen Prüfung Teil 1 bekamen und die Industrie nicht in der Lage ist, geeignetes Übungsmaterial bereitzustellen, haben wir uns entschlossen Übungssätze für die Lötarbeit wie in Teil 1 gefordert zusammenzustellen und anzubieten.
Der Materialsatz kann über die Geschäftsstelle
sekretariat@liv-bayern.de angefordert werden.
Die Kosten belaufen sich auf: 15,00 € zzgl. MWSt.
Innungsmitglieder erhalten einem Mitgliedsnachlass von 45 %.

Jeder ist für seine Prüfungsstücke selbst verantwortlich.

 

 

Ablauf der praktischen Prüfung

Achtung wichtig!

  • Das Mitführen von Mobiltelefonen/Smartphones/Smartwatches oder vergleichbaren Geräten während der Gesellenprüfung (selbst wenn das Gerät ausgeschaltet in der Schultasche liegt) ist nicht gestattet und stellt einen Grund für einen Ausschluss von der Prüfung dar. Deshalb raten wir Ihnen dringend, entsprechende Geräte am Prüfungstag zu Hause zu lassen. Für die Prüflinge, die ihr Mobilgerät trotzdem am Prüfungstag dabei haben, steht ein Container im Prüfungsraum, wo sie dieses unmittelbar nach Betreten des Prüfungsraums und auf eigene Verantwortung (ohne jegliche Haftung der Prüfungskommission) ausgeschaltet ablegen können.
  • Die Benutzung von Taschenrechnern ist während der gesamten praktischen Prüfung nicht zulässig.

Wer gegen diese Regelungen verstößt, muss leider von der Prüfung ausgeschlossen werden, unabhängig davon, ob der Regelverstoß aus Unachtsamkeit, Vergesslichkeit oder mit Vorsatz erfolgt ist. Die entsprechenden Prüfungsteile sind in diesem Fall mit 0 Punkten zu bewerten.


Sie erhalten 12 Adressaufkleber für die Prüfung Teil 1 um alle Tüten, Angabenblätter und die Blätter der praktischen Prüfung zu bekleben.
Sollte sich Ihre Adresse oder Ihr Name inzwischen geändert haben, geben Sie bei der Aufsichtsperson einen leserlich geänderten Aufkleber ab.

5.1.  Das ausgegebene Material ist vor Arbeitsbeginn auf Richtigkeit und
Vollständigkeit zu prüfen. Die Brillengläser sind im Nahteil oder im
Zentrum gekennzeichnet.
Die Aufgabenblätter erhalten Sie
mit den Prüfungsmaterialien und
ist mit dem ausgegebenen Adressaufkleber zu versehen.
Auf dem Aufgabenblatt steht alles für Sie wichtige zur Prüfung, handeln Sie nach bestem Wissen und Verständnis danach.

5.2.  Ein Überschreiten der angegebenen Arbeitszeit ist nicht möglich.
 Gibt ein Prüfungsteilnehmer trotz Aufforderung die Arbeiten
 nicht fristgerecht ab, können diese nicht mehr zur Bewertung
 angenommen werden.

5.3.  Betrifft Glasbruch: Ein neues Glas kann nur im Tausch gegen
 ein altes Glas ausgegeben werden. 
 Sie bekommen zwei Gläser ohne Punktabzug.
Benötigen Sie ein weiteres Glas, bekommen Sie ein Planglas, die Zentrierung wird somit nicht mehr gewertet.

5.4.  Abgabe der Prüfungsstücke: Bei Abgabe der Prüfungsarbeit
 muss der Prüfling den Inhalt der Arbeitstüte der Aufsichtsperson
 vorweisen. Alle Teile, einschließlich der verbrannten oder total
 beschädigten müssen abgegeben werden.
Jeder ist für seine Prüfungsstücke selbst verantwortlich.

5.5.  Verlassen des Prüfungsraumes:
 Beim Verlassen des Prüfungsraumes (Toilettenbesuch) müssen die
 Prüfungsarbeiten bei der Aufsicht abgegeben werden.
 Eine Rückgabe erfolgt nur mit der Vorlage des Personalausweises.

5.6.  Ebenfalls sind auf dem Tisch verboten:
Stofftiere (jeglicher Größe), Talismane (jeglicher Art und Größe)
Trinkflaschen und Nahrungsmittel.

5.7.  Telefonieren und Musik von einem Radio oder elektronischen
 Speichermedium (mp3) sind verboten und stellen eine
 Ordnungswidrigkeit da, die zum Ausschluss der laufenden Prüfung
 führt.
„Während der gesamten Gesellenprüfung dürfen weder Bild- noch Tonaufzeichnungen gemacht werden.  Wird während der Prüfung ein solches Gerät bei einem Prüfling gefunden, so wird dies als Täuschungsversuch gewertet.
Dies hat den sofortigen Ausschluss von der Gesellenprüfung zur Folge.“

5.8. In  bestimmten Situationen  ergeben sich am Arbeitsplatz Gefahren,
die durch geeignete Schutzmaßnahmen abgewendet oder vermieden
werden können

5.8.a. Beim Löten wird mit einer offenen Flamme gearbeitet.
         Das bedeutet Brandgefahr. Folgende Schutzmaßnahmen sind einzuhalten:

  • Bei einer Schwangerschaft ist das Löten verboten. Da Teil 1 nur im gesamten abgelegt werden darf muss Teil 1 im nächsten Jahr oder später abgelegt werden.
  • Haare zusammen binden (Haarreif, Stirnband, oder Tuch)
  • Brennbare Stoffe (z.B. Spiritus, Aceton, Papier) außer Reichweite aufbewahren
  • Lötflamme beim Verlassen des Arbeitsplatzes löschen
  • Atemschutzmaske P2 aufsetzen, wird gestellt.
  • Phantom-Metall Lot 1 und Degussa H benutzen
  • Schutzbrille mit Seitenschutz tragen (wie beim Bröckeln)
  • Essen, Trinken, sowie Aufbewahren von Lebensmitteln ist verboten.
  • Giftnotruf 112

5.8.b. Beim Bröckeln entstehen viele Glassplitter, welche zu Verletzungen führen
         können. Beachten Sie daher immer:

  • Schutzbrille mit Seitenschutz tragen!
  • Entfernen Sie die herumliegenden Splitter!
  • Kein offenes Schuhwerk tragen! Geschlossene Schuhe sind Pflicht.

5.8.c. Schleifen, bohren und fräsen an rotierenden Maschinen.
         Um Unfälle zu vermeiden, müssen folgende Schutzmaßnahmen
         getroffen werden:

  • Haare zusammen binden, (Haarreif, Stirnband, oder Tuch)
  • Beim Schleifen Schutzbrille tragen
  • Werkstück gut festhalten oder beim Bohren einspannen

5.9.  Das tragen von Kopfbedeckungen (Base Cap oder Wollmützen o.ä.),
   aus welchen Gründen auch immer ist verboten.

5.10.  Es soll zur Sicherheit ein Namensschild (Aufkleber) am rechten
  Bügel angebracht werden um das Prüfungsstück gegebenenfalls
  identifizieren und zuordnen zu können.
  Vergessen Sie Geheimzeichen, die haben für uns keine Bedeutung!

5.11.  Jeder Prüfling ist für seine Arbeitsmaterialien selbst verantwortlich.
  Sorgen sie dafür, dass ihre Prüfungsstücke nicht "verwechselt" werden
  können.

5.11.  Grundsätzlich gilt: Jeder Prüfling ist ausschließlich selbst dafür
verantwortlich , dass er oder sie pünktlich zum Prüfungsbeginn
anwesend ist. Die Anreise muss so geplant werden , dass auch bei
unvorhergesehenen Störungen, der Prüfungsort rechtzeitig vor der
Verlesung der Informationen über Arbeits- und Hilfsmittel, die
Folgen von Täuschungshandlungen und Ordnungsverstößen erreicht
wird.
Im Einzelfall ist dabei auch durch den Prüfungsvorsitzenden zu
berücksichtigen, ob angesichts des Ausmaßes der Verspätung die
Teilname noch objektiv sinnvoll erscheint bzw. die Ablegung der
Prüfung überhaupt noch möglich ist, da er auch vor dem Prüfungsraum
belehrt werden muss.

     WICHTIG!! Die Prüfungsarbeit kann vor Ablauf der Prüfungszeit
abgegeben werden. Sie müssen sich dann zum Prüfungsende wieder
im Prüfungsraum einfinden um den Arbeitsplatz zu säubern.

Zusätzliche Tipps

       Behälter und Ablageschalen für die Einzelteile der Arbeitsproben
erleichtern das Arbeiten.
Eine Arbeitsschutzbrille muss beim Bearbeiten von Glas getragen
werden. Offene Schuhe sind in den Werkstätten verboten.
Etuis sind in den Arbeitsräumen vorhanden!
Eigene Etuis für die fertigen Arbeitsproben dürfen verwendet werden. 
Der Versand der Etuis ist nicht möglich.
Für mitgebrachte Werkzeuge, Geräte und Unterlagen kann keine
Haftung übernommen werden.
Die Anfangszeiten der Arbeitsproben sind verbindlich. Es wird keine 
Zeitverschiebung gestattet.
Es wird empfohlen, 15 Minuten vor Prüfungsbeginn den Arbeitsplatz, inklusive der Handschleifsteine, zu organisieren.
Die Aufsichtspersonen sind nicht autorisiert, eine Bewertung oder
Meinung über Ihre Arbeitsprobe abzugeben.
Verwenden Sie neue Bohrer mit der nötigen Schärfe, es können
Edelstahl- oder Titanbügel sein die sie durchbohren müssen.
Ein Körner für die Genauigkeit ist sinnvoll.

Umarbeiten von gegebenen Gläsern

Sie bekommen zwei vorgerandete Brillengläser sph –4,00
cyl +2,00 Achse 180° farblos Silikat 1,5, die Sie in eine Metallfassung
mit einer anderen Form einarbeiten müssen.
Die fertige Brille soll eine Gesamt-PD von „x“ mm (im Angabenblatt)
und kein Höhenprisma haben.

       «   Die Brillengläser sind mit einer Handschleifmaschine einzuarbeiten.
«   Ein Ersatzglas pro Seite wird ohne Punkteabzug nach Abgabe des alten
    Glases ausgegeben. Die Ersatzgläser sind nicht mehr 
    vorgerandet, sondern werden in einem roh runden Durchmesser von
    70mm ausgehändigt.
« Diese sind dann durch Bröckeln oder Schneiden auf Form zu bringen.
   *** Die Gläser müssen auf Form geschnitten oder gebröckelt
          und der Aufsichtsperson vorgelegt werden, erst dann dürfen Sie
          an die Handschleifmaschine gehen.
          Wenn sie mit dem rohrunden Glas oder einem unzulässig großen
          vorgearbeiteten Glas die Arbeit fortsetzen, wird Ihnen das Glas
          abgenommen und Sie erhalten ein Planglas und fallen somit
          aus den Zentrierbewertungen.
«   Die weiteren Ersatzgläser sind mit Planwirkung und fallen somit
    aus den Zentrierbewertungen.
«   Das alte Glas kann nicht mehr zurückgefordert
    werden.
«    Die Brille muss fertig ausgerichtet abgegeben werden.
    *** Optikertrost in jeglicher Form ist verboten!
    Die Brille ist auf die Einhaltung der Zentriermaße und auf das
    Arbeitsergebnis hin selbst zu überprüfen und auf dem vorgesehenen 
    Abschnitt des Angabenblattes zu protokollieren.
«   Bekleben Sie das Angabenblatt mit Ihrem Adressaufkleber
   Ohne Namen und Prüfungstag kann Ihr Prüfungsprotokoll
    nicht zur Bewertung verwendet werden.

«   Eine Ersatzfassung wird nur bei fehlerhaftem Material
    gestellt.


keine Angst, das ist nicht die original Prüfungsfassung


so ein ähnliches vorgegebenes Glas muss eingeschliffen werden.

 

Reparatur / Instandsetzen einer Metallfassung

An der Metallfassung müssen Lötarbeiten ausgeführt werden:

       Es wird nach einer technischen Zeichnung ein schwenkbarer
       Lupenvorsatz zusammengelötet und mit der Fassung in die Sie
       die Gläser eingeschliffen haben, mit angelöteten Schrauben montiert.
       Sie bekommen ein fertig gerandetes Glas für das sie den Fassungsrand
       passend fertigen müssen. Das Lupenglas darf nachgeschliffen werden.
       *** Optikertrost in jeglicher Form ist verboten!

Vorschlag einer Technische Zeichnung für die Lötarbeit Teil1, damit Sie sich schon mal im lesen einer technischen Zeichnung und für die notwendigen Lötübungen vorbereiten können.
Es sind 5 Lötstellen, die sie abgabefertig nacharbeiten dürfen.
Es stehen Bohrmaschinen zur Verfügung, sie müssen den Bügel an Ihrem Arbeitsplatz vermessen und die Bohrlöcher ankörnen oder anbohren und dann zur Bohrmaschine gehen und zügig 2 Löcher bohren. (Ohne ankörnen wandert Ihr Bohrer irgendwohin, nur nicht da wo Sie das Loch gerne hätten).
Natürlich dürfen Sie Ihre eigenen Bohrmaschinen mitbringen und auf Ihrem Arbeitsplatz benützen.
Sie bekommen ein facettiertes Brillenglas (Lupe) für das sie die passende Fassung biegen müssen. Ein Nachbearbeiten des Glases ist möglich.
Bringen Sie auf alle Fälle neue scharfe Bohrer in ausreichender Menge mit, um Neusilber, Stahl oder Titan bohren zu können.
Auch eigene mitgebrachte lötbare Schrauben und passende Muttern sind von Vorteil.

Wichtig:
Wenn ihnen ein Teil der Lötarbeit unwiderruflich verloren geht, oder Sie es total geschrottet haben bekommen sie zur Fertigstellung ein neues Teil, das sich von den ausgegebenen unterscheiden kann.


Der Fassungsrand lässt sich leicht in eine runde Form bringen, wenn er um einen runden Stab, den sie in verschiedenen Durchmessern mitbringen dürfen, gewickelt wird. Versuche und Übungen sind notwendig.
Lötungen dürfen mit eigenen Mitteln nachbearbeitet werden. Dabei ist ein Dremel (oder ähnlicher) Handbohrer mit einem Schleif- und Polierset, das für wenig Geld angeboten wird von Vorteil.
Wenn Sie den Schließblock mit dem Handbohrer und Trennscheiben teilen wollen ist eine Schutzbrille zu tragen und das Teil in den Schraubstock , um wüste Verletzungen zu vermeiden, einzuspannen.
Sie sollten mit dem praktischen Gerät viele Übungsstunden verbringen, dann ist in der Prüfung ein schnelles Arbeiten möglich.


(Für die ersten Lötübungen genügen alte Brillenfassungen aus der Dritteweltkiste, die sie ausschlachten, bzw. demontieren können)
Könnte auch so aussehen Lötung Teil1

Wie biege ich am einfachsten den Lupenrand rund?

   

Die Gesamtprüfungszeit der praktischen Arbeiten beträgt 240 Minuten, die beliebig für die Arbeiten "a" und "b" eingeteilt werden können. Beide Arbeiten müssen, in welchen Zustand auch immer, nach Ablauf der Prüfungszeit abgegeben werden.
Die Arbeitstasche und die Arbeitsblätter sind mit den persönlichen Adressaufklebern zu versehen.

Alle Prüfungsstücke und Teile müssen in der Tüte abgegeben werden.
 

a)    Reparatur einer Brillenfassung und Eigenbewertung mit 30%

      Lötarbeiten mit Umarbeiten (ergänzen) der Metallfassung lt. Vorgabe
Bewertung nach mechanischer Gebrauchsfähigkeit

b)    Umarbeitung eines Brillenglaspaares (mit einer ähnlichen Form) per Hand in eine Metallvollrandfassung und Eigenbewertung mit 40%
Bewertung nach optischer und mechanischer Gebrauchsfähigkeit

 

Pflicht zur Wiederholung des ersten Teils bei nicht ausreichenden Leistungen in diesem Teil?

Ob Teil 1 einer gestreckten Prüfung zu wiederholen ist, richtet sich nach der konkreten Bestehensregelung der Ausbildungsordnung i.V.m. § 29 Absatz 2 GPO. Es gilt der Grundsatz, dass Prüfungsleistungen, die mit mindestens "ausreichend" bewertet wurden, auf Antrag nicht zu wiederholen sind.

Eine Ausnahme gilt jedoch, wenn eine nicht "ausreichende" Prüfungsleistung keine Auswirkung auf das Bestehen der Prüfung haben kann.

In diesem Fall, ist die Wiederholung dieser Prüfungsleistung zumindest keine Pflicht.

 


 

 Zentriertoleranzen

 

monokular
horizontal : +/- 0,5 mm
vertikal:      +/- 0,5 mm 

binokular 
horizontal: +/- 1 mm
vertikal:     +/- 0,5 mm
(zulässige Differenz der Abweichungen von rechts zu links 0,5 mm)

 Achstoleranz: 2°


Zell- Metallarbeit:  Maße +/- 0.2mm

Um über 50% der Bewertungspunke zu kommen, müssen Sie sich innerhalb der Toleranzen bewegen !

        

Theorie

Die theoretische Prüfung dauert 90 Minuten  = 30%

Prüfungsstoff 1. und 2. Ausbildungsjahr

Mögliche Inhalte der GP Teil 1 Theoretischer Teil

Achtung wichtig!

  • Das Mitführen von Mobiltelefonen/Smartphones/Smartwatches oder vergleichbaren Geräten während der Gesellenprüfung (selbst wenn das Gerät ausgeschaltet in der Schultasche liegt) ist nicht gestattet und stellt einen Grund für einen Ausschluss von der Prüfung dar. Deshalb raten wir Ihnen dringend, entsprechende Geräte am Prüfungstag zu Hause zu lassen. Für die Prüflinge, die ihr Mobilgerät trotzdem am Prüfungstag dabei haben, steht ein Container im Prüfungsraum, wo sie dieses unmittelbar nach Betreten des Prüfungsraums und auf eigene Verantwortung (ohne jegliche Haftung der Prüfungskommission) ausgeschaltet ablegen können.
  • In der theoretischen Prüfung dürfen nicht programmierbare Taschenrechner benutzt werden, sofern sie mit einem "Prüfungslabel" versehen sind. Das Prüfungslabel wird im Vorfeld der Prüfung von der Berufsschule oder ersatzweise von der Gesellenprüfungskommission auf dem Taschenrechner angebracht.

Wer gegen diese Regelungen verstößt, muss leider von der Prüfung ausgeschlossen werden, unabhängig davon, ob der Regelverstoß aus Unachtsamkeit, Vergesslichkeit oder mit Vorsatz erfolgt ist. Die entsprechenden Prüfungsteile sind in diesem Fall mit 0 Punkten zu bewerten.

 
 

Gesellenprüfung  Teil 1   Sommer

 

Themengebiete „Gesellenprüfung Teil 1“

Prüfungsschwerpunkte sind:

·         Sphärische und torische Brillengläser

-  D1, D2, D, S‘, f, f‘, s, s‘

-  Abbildung

-  Hauptschnitte, Brennlinien, Randdicken torischer Gläser

 

·         Fertigung von Brillen

-  Zentrierstrecken, Dezentrationsstrecken

-  Zentrierfehler, Fehlerprisma, Toleranzen

-  Auswirkungen von Zentrierfehlern

 

·         Reparatur von Brillen

-  Erkennen von Brillengläsern

-  Fassungsmaterialien mit Reparaturmöglichkeiten

-  Löten

-  Arbeitsschutz

 

·         Kontaktlinsenpflege

-  Anatomie des Auges (Bauteile)

-  Vorderer Augenabschnitt (Hornhaut, Bindehaut, Tränenflüssigkeit)

-  KL-Materialien und Anwendungsbereiche

-  Aufgaben der Kl-Pflege

-  Pflegeschritte bei der Durchführung der Pflege

 

·         Emmetropie/Ametropie

-  Blick in die Ferne und Nähe

-  Lage der Brennpunkte

-  Akkommodationsgebiet

-  Netzhaut, Visus und Einflüsse auf den Visus

 

Taschenrechner erlaubt
Formelsammlung verboten


Einteilung nach Aushang

Das Deckblatt und der andersfarbige Teil ist mit den
 persönlichen Adressaufklebern zu versehen.

 

 

 

Können auch Themen abgefragt werden die nicht in der Schule durchgenommen wurden?

Ja, das ist möglich.

Es können Lehrstoffe des betrieblichen Ausbildungsplans in der Gesellenprüfung abgefragt werden.

 

 

Ein Widerspruch zum Teil 1 ist nicht möglich,
da
keine Mindestbestehensregelung gilt.

Eine mündliche Ergänzungsprüfung ist weder in der Theorie noch zur praktischen Arbeit möglich.

Gem. § 31 Absatz 1 Satz 3 HwO ist eine eigenständige Wiederholung des ersten Teils der Gesellenprüfung ausgeschlossen

Die Arbeitsproben werden nicht extra versendet! Der Versand erfolgt mit der abgeschlossenen Gesellenprüfung Teil 2.

Eine Einsichtnahme der Prüfungsarbeiten ist vom Gesetzgeber nicht vorgesehen und möglich.

Es gibt keine Fotos der Prüfungsstücke.

Sie können diesen Teil 1 der Gesellenprüfung auch als einen Baustein bis zum Master sehen. Nach dieser Prüfung haben sie Handschleifen und Löten abgelegt und wird in Ihrer weiterführenden augenoptischen Ausbildung nicht mehr abgefragt oder verlangt.
Das heißt nicht, dass Sie es in Ihrer Laufbahn nicht mehr benötigen. Wenn Sie Auszubildende unterweisen, müssen Sie Ihr erlerntes Wissen vermitteln können.

     So sieht die Bescheinigung für Teil 1 aus
     mit Punkteerläuterung

 

 

Bewertungsschlüssel nach dem 100 Punktesystem:

Anwendung des 100 Punkte Schlüssels bei der Bewertung aller
einzelnen Prüfungsleistungen.

100-92

 Punkte  = sehr gut = Note 1  
unter  92-81 Punkte  = gut = Note 2  
unter  81-67 Punkte  = befriedigend = Note 3  
unter  67-50 Punkte  = ausreichend = Note 4  
unter  50-30 Punkte  = mangelhaft = Note 5  
unter  30-  0 Punkte  = ungenügend = Note 6

Es werden für die Weiterberechnung zu Teil 2 ausschließlich die
Prozente = Punkte verwendet und nicht die Noten !

 

 

Gewichtung

a)    Reparatur einer Brillenfassung und Eigenbewertung mit 30%

      Lötarbeiten mit Umarbeiten einer Metallfassung lt. Vorgabe
 

b)    Umarbeitung eines Brillenglaspaares (mit einer ähnlichen Form) per Hand in eine Metallvollrandfassung und Eigenbewertung mit 40%
 

c)   Theorie 1. und 2. Lehrjahr bis zur Prüfung  30%

Summe = 100%

     So sieht die Bescheinigung für Teil 1 aus
     mit Punkteerläuterung

 

 

Folgen der Nichtteilnahme

zum ersten Teil der Prüfung

Entschuldigte Nichtteilnahme

Fehlt der Auszubildende aus einem ordnungsgemäß nachgewiesenen wichtigen Grund beim ersten Teil der Prüfung, so gilt § 23 Abs.4 i.V.m. Absatz 2 GPO: Die Prüfung ist grundsätzlich nachzuholen. Sollten bereits einzelne selbständige Prüfungsleistungen erbracht worden sein, werden diese anerkannt, d.h. das erzielte Einzelergebnis wird bei der Bewertung des ersten Teils in seiner Gesamtheit berücksichtigt und kann nicht noch einmal zur Verbesserung abgelegt werden.

Ein Anspruch auf einen gesonderten Nachholungsprüfungstermin für den ersten Teil besteht weder nach der HwO noch nach der GPO.

Es bleibt der Innung aber unbenommen, einem Prüfling, der unverschuldet an der Teilnahme am ersten Teil der Prüfung gehindert war, einen früheren Ersatztermin anzubieten, falls ihr dies organisatorisch möglich ist und der Ausbildungsbetrieb oder der Schüler die erhöhten Kosten übernimmt.

Unentschuldigte Nichtteilnahme

Gem. § 23 Absatz 3 i.V.m. Absatz 4 GPO wird die unentschuldigte Nichtteilnahme am ersten Teil der Prüfung durch die Bewertung derselben mit 0 Punkten sanktioniert.

Durch die Zulassung zum ersten Teil der Prüfung wird ein Prüfungsrechtsverhältnis begründet. Hieraus ergibt sich insbesondere die Pflicht zur Teilnahme an der Prüfung. Bei der gestreckten Prüfung könnte sich der Prüfling durch die vorsätzliche Nichtteilnahme am ersten Teil unzulässige Vorteile gegenüber den teilnehmenden Prüflingen verschaffen, da er diesen Teil später und damit mit den Fertigkeiten und Kenntnissen eines Ausgelernten absolvieren würde. Verstößt der Prüfling unentschuldigt gegen die Teilnahmepflicht, wird er daher so behandelt, als ob er am ersten Teil teilgenommen und dabei ein ungenügendes Ergebnis (= 0 Punkte) erzielt hätte. Die Prüfungsteilnahme wird also fingiert.

Der Prüfling hat dann – beim Vorliegen der übrigen Voraussetzungen - einen Zulassungsanspruch zum zweiten Teil der Prüfung, da die Teilnahme am ersten Teil rechtswirksam fingiert wurde. § 9 Absatz 3 Nr. 2 GPO steht der Zulassung folglich nicht entgegen. Wegen der 0 Punkte aus dem ersten Teil wird er die Gesamtprüfung allerdings allenfalls bei einer hervorragenden Prüfung im zweiten Teil bestehen können.

 

 

Täuschungen und Ordnungsverstöße
 

beim ersten Teil der Prüfung

Für die bewertungsrechtlichen Konsequenzen von Täuschungen und Ordnungsverstößen beim ersten Teil der Prüfung gelten die allgemeinen Regeln der Gesellenprüfungsordnung: Gem. § 22 Absatz 3 GPO ist die von einer Täuschungshandlung betroffene Prüfungsleistung mit „ungenügend" (0 Punkte) zu bewerten. Bei schweren Täuschungsfällen kann der Prüfungsausschuss den gesamten Teil mit 0 Punkten bewerten.

 

 

Mitteilung über das Ergebnis des ersten Teils

Gem. § 31 Absatz 2 Satz 3 HwO sind die Prüfungsleistungen im ersten Teil der Gesellenprüfung dem Prüfungsteilnehmer schriftlich mitzuteilen. Es handelt sich um eine bloße Mitteilung in Form einer Bescheinigung des Prüfungsergebnisses.

Die Erteilung eines formellen Prüfungszeugnisses ist ausgeschlossen.

Dem Ausbildungsbetrieb sind die Ergebnisse des ersten Teil gem. § 31 Absatz 2 Satz 2 HwO auf Antrag mitzuteilen.

Ein Widerspruch zum Teil 1 ist nicht möglich,
da
keine Mindestbestehensregelung gilt.

So sieht die Bescheinigung für Teil 1 aus

 

 

Eigenständige Wiederholung
des ersten Teils bei nicht ausreichenden Leistungen?

Gem. § 31 Absatz 1 Satz 3 HwO ist eine eigenständige Wiederholung des ersten Teils der Gesellenprüfung ausgeschlossen. Mit dieser Regelung soll verhindert werden, dass der erste Teil der Gesellenprüfung vor dem zweiten Teil der Prüfung zur Verbesserung wiederholt wird. Damit korrespondieren die Bestehensregelungen der Ausbildungsordnungen, die für den ersten Teil der Prüfung keine Mindestbestehensregelung treffen. Ob eine Gesellenprüfung bestanden oder nicht bestanden ist, kann also erst nach Feststellung des Gesamtergebnisses einer gestreckten Prüfung festgestellt werden.

 

 

 

 

Info allgemeine Erläuterung

Info zum Teil 2 der Gesellenprüfung